
| es gibt viele gute Gründe für gemeinschaftliches Wohnen |
Gemeinschaftliche und nachbarschaftlich orientierte Wohnprojekte entstehen aus Wünschen, Visionen, Hoffnungen und Defiziten. Deutschlandweit schließen sich immer mehr Menschen in Gruppen zusammen, um andere Wohn- und Lebensformen zu realisieren, die über das Leben in anonymen Single- oder Kleinfamilienhaushalten hinausgehen. Ihre Motive sind vielfältig: Wünsche nach Vertrautheit und Verbindlichkeit, nach Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung oder zum Austausch im direkten Wohnumfeld werden immer wieder benannt. Aber auch volkswirtschaftlich und sozialpolitisch spricht viel für die Entwicklung und Förderung dieser Projekte. Insbesondere vor dem Hintergrund des aktuellen demographischen und ökonomischen Wandels könnten ihre Bewohner einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung einer engagierten Zivilgesellschaft mit breiter Basis leisten. |
| aber nur wenig Projekte in Mietshäusern |
Nach wie vor sind gemeinschaftliche Wohnformen meist nur einer besser verdienenden Generation von Bauherren vorbehalten und die Umsetzung von Projekten im Mietwohnungsbau geht nur schleppend voran. In vielen Projekten wird von Problemen bei der Umsetzung und bei der langfristigeren Entwicklung berichtet. Welchen Herausforderungen müssen sich Wohnprojekte in Mietshäusern stellen – und welche Faktoren können dazu beitragen, ihre langfristige Entwicklung zu sichern? |
| diese Arbeit soll dazu beitragen, dass sich das ändert |
In dieser Forschungsarbeit werden die Entstehung und Organisation von nachbarschaftlich orientierten Hausprojekten in klassischen Mietverhältnissen betrachtet. Anhand von ausgewählten Projekten werden die wesentlichen Faktoren analysiert, die zu ihrer jeweiligen Entwicklung beigetragen haben. Die neu gewonnenen Erkenntnisse sollen helfen, das Mieterhausprojekt als urbane Wohnform und als bauliche Antwort auf moderne Lebensmodelle (Patchwork-Familien, Singlehaushalte, etc.) weiterzuentwickeln und zu seiner weiteren Verbreitung beitragen. |